
Die Insel Rügen war bis 1936 nur mit dem Schiff zu erreichen.
Seit der Fertigstellung des Rügendamms 1936, einer Brücke über den Strelasund mit zwei Zugbrücken für Bahn und Straße über den Ziegelgraben, ist sie mit dem Festland verbunden.
Mit dem Bau der West-Ost Küstenautobahn A 20 wurde auch die Anbindung Stralsunds und Rügens an die neue Autobahn vorangetrieben. Diese Erschließung gliedert sich in 3 Teile:
1. Auf dem Festland von Grimmen bis Stralsund.
Es entstand von 2001 bis 2004 der Autobahnzubringer mit 6 Anschlussstellen und einer Länge von 28,7 km, davon 9,4 km Ortsumgehung Stralsund. :
2. Strelasundquerung, die Neue Rügenbrücke
Es entstand in der Bauzeit von 2004 bis 2007 die 4.097 Meter lange Strelasundquerung mit der neuen Rügenbrücke, die eine Gesamtlänge der Brückenteile von 2.831 Metern aufweist.
Die gesamten Baukosten betragen ca. 125 Mio. D, davon ca. 100 Mio. D für die Brückenbauwerke.
Die feste Straßenverbindung wurde am 22. Oktober 2007 mit der Inbetriebnahme der neuen Rügenbrücke unabhängig von den Öffnungszeiten der Ziegelgrabenbrücke.
Die Brückenanbindungen dienen nicht nur der Versorgung und Zugängigkeit der Insel Rügen, denn seit Mitte des 19. Jahrhunderts begann ein zunehmender Fährverkehr über den Hafen Sassnitz nach Dänemark, Schweden und in die benachbarten baltischen Staaten.
So verspricht man sich mit der schnelleren Verkehrsanbindung eine bessere Akzeptanz und Auslastung des Fährhafens Sassnitz-Mukran. Siehe Fähren.
3. Insel Rügen, Altefähr bis Bergen (in Planung)
Dieser ca. 20,5 km lange Bauabschnitt wurde wegen fehlender Genehmigung noch nicht verwirklicht.
Die Deges rechnet mit Baubeginn in 2008. Die Trassenführung ist fast parallel zur jetzigen Bundesstraße geplant, mit Ortsumgehungen in Rambin und Samtens.
Auf der gesamten Länge soll straßenbegleitend an der alten B 96 ein Radweg entstehen.
Die Kosten sollen ca. 74 Mio. D betragen.
Siehe auch Fähren auf Rügen
Bahnverkehr auf Rügen

Ingenieurtechnisch herausragend und optisch sehr markant und ansprechend ist die ca. 583 m lange Schrägseilbrücke über den Ziegelgraben. Zur optimalen Freihaltung für die Schifffahrt quert das Bauwerk die ca. 330 m weite Wasserfläche mit Spannweiten von 198 m bzw. 126 m bei 42 m Durchfahrtshöhe. Der schlanke Stahlüberbau wird vom 128 Meter hohen Pylon aus durch jeweils acht, harfenförmig angeordneten Seilpaaren gestützt.
Die Bauwerksteile im Einzelnen von Stralsund nach Altefähr:
Damm 85 Meter;
Vorlandbrücke Stralsund, 327 Meter in Spannbeton;
– Vorlandbrücke Stralsund, 317 Meter in Stahlverbund;
– Ziegelgrabenbrücke mit dem markanten Pylon, 583 Meter;
– Vorlandbrücke Dänholm, 532 Meter;
– Vorlandbrücke Strelasund, 532 Meter;
– Strelasundbrücke, 539 Meter;
– Dammbauwerk, 456 Meter.

Die Hauptverbindungsstraße auf der Insel Rügen ist die B 96 von Stralsund über Rambin, Samtens, an Bergen westlich vorbeiführend über Lietzow und Sagard bis Sassnitz.
Gleich hinter dem Rügendamm zweigt rechts die alte Bäderstraße, heute auch Deutsche Alleenstraße ab. Sie führt über Gustow, Poseritz, Garz, Kasnevitz und Putbus auf die B 196 westlich von Lancken-Granitz.
Die B 196 entspringt südwestlich von Bergen der B 96 und schafft die Verbindung zur Bäderküste mit dem Abzweig 196a bei Karow nach Binz – Sassnitz, über Zirkow, Lancken-Granitz, Sellin und Baabe bis Göhren.
Ab Lancken-Granitz ist das gesamte Gebiet Südost-Rügen praktisch nur über eine Straße zugängig.
Die B 96 wird in Samtens von der Landstraße Gingst – Garz und in Bergen von der Landstraße Kluis – Putbus gekreuzt.
Auf Jasmund hinter Borchtitz biegt die Zufahrt zum Fährhafen Mukran rechts ab und ein paar Kilometer weiter vor Sagard links die Landstraße zur Halbinsel Wittow über Sagard, Glowe und die Schaabe.
Das Straßennetz auf Rügen hat eine Länge von fast 2.000 km. Der Zustand der Straßen ist überwiegend gut oder zufriedenstellend. Abgelegene Ortsteile und kleine Ortschaften sind außerhalb der Landstraßen oft nur über Plattenwege zu erreichen.
Der ÖPNV wird auf Rügen durch den kreiseigenen Betrieb Rügener Personen-NahVerkehr RPNV abgedeckt.
Die Busse fahren in einem integralen Taktfahrplan und sind mindestens
zweistündlich untereinander verbunden, in der Hauptsaison teilweise
wesentlich häufiger. Während des ganzen Jahres verkehren die Busse
inzwischen mindestens stündlich auf den Strecken Königsstuhl–Sassnitz– Binz–Göhren–Klein
Zicker, Sassnitz–Binz–Bergen, Schaprode–Bergen–Klein Zicker, Bergen/Sassnitz–Altenkirchen –Wiek–Dranske
und Altenkirchen–Putgarten bei Kap Arkona. Darüber hinaus ist der
Busverkehr insbesondere in Bergen, aber auch an anderen Stationen,
gut mit dem Bahnverkehr und den Fährverkehr
nach Hiddensee verknüpft.